header

Erstkommunion2020 MotivDie Feier der Erstkommunion ist seit jeher ein großes Fest. In den Pfarreien wird am Weißen Sonntag alles aufgeboten: reich geschmückte Kirchen, Blasmusik, MinistrantInnen, Fahnen, Pfarrer, Kommunionkinder in liturgischen Gewändern oder anderer Feiertagskleidung, Eltern, Familie und angereiste Verwandte. Die Kinder werden im schulischen Religionsunterricht und in der Katechese der Gemeinde auf die Feier der Eucharistie vorbereitet. Oft bedeutet die Katechese auch für die Eltern eine neue Annäherung an das Sakrament der Eucharistie, an Gottesdienst, Glaube und Kirche. Manchen ist dies lästig, für andere eine große und schöne Bereicherung. Und dann ist er da, der große Tag!

Was feiern wir da eigentlich? Das Kind, die Eltern, die Erziehung oder doch das Geschenk der Freundschaft Jesu, die sich in seiner Lebenshingabe und symbolisch (sakramental) im Brot der Eucharistie zeigt?

Inzwischen glaube ich, dass wir am Erstkommuniontag irgendwie alles feiern. Und ich denke, dass das alles seine Berechtigung hat. Wie konzentrische Kreise legen sich viele andere Themen um das Sakrament der Eucharistie. In der Kommunion feiern und teilen wir miteinander den Kern unseres Glaubens: Jesus Christus, den liebevollen göttlichen Menschen, den Gekreuzigten und Auferstanden. Und wir feiern, wie sich dieses Geheimnis in unserer Welt auswirkt: in den Kindern und ihren Eltern, in deren Bemühung um eine gute Erziehung zur Stärkung ihrer Kinder, in den Begabungen und Persönlichkeiten der Kinder, in der erfahrenen Gemeinschaft der Kommunion-Vorbereitung, im Leben und der geübten Nächstenliebe unserer Gemeinden, im Alltag und bei der Arbeit, in geübter und gelebter Solidarität unter den Menschen. Kommunion heißt schließlich „Gemeinschaft“ - mit Gott und mit den Menschen.

Ein Kommunion-Lied drückt es sehr schön aus: „Der Hunger aller Zeiten ist gestillt… Gott und Mensch an einem Tisch vereint.“ Die sonntägliche oder andere Gemeindefeier der Eucharistie bestärkt und gründet diese Gemeinschaft. Doch gerade in der Coronazeit dürfen wir die Tatsache neu erfahren, dass Gottes Gegenwart auch in vielen anderen Weisen spürbar ist. Wie die Gemeinden im Amazonasgebiet, die nur alle paar Monate Eucharistie feiern können und dennoch sehr lebendige christliche Gemeinden sind, dürfen gerade auch unsere Kommunionfamilien schöne neue Erfahrungen des Miteinanders und des Gebetes machen. Viele Familien entdecken auf einmal die Hauskirche als eine Form von Kirche. Wann wir in unserer PG die Erstkommunionen 2020 feiern werden, ist noch offen. Wertvoll jedoch sind die vielen Entdeckungen, die die Kommunionkinder und -familien in diesen Wochen machen dürfen.

Ihnen gilt natürlich auch die Einladung zu den Wortgottesdiensten und Andachten ab dem 17. Mai!

Pfarrer Stefan Redelberger

Hier sind einige Erfahrungen unserer Kommunionkinder:

Kom-Kind_a.pdf

Kom-Kind_b.pdf

Kom-Kind_c.pdf

Kom-Kind_d.pdf

­