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DSC 5923Einen Gottesdienst zu Ehren Maria Magdalenas feierten am Donnerstag, 22. Juli, zahlreiche Frauen und Männer in der Birkenfelder Pfarrkirche.

Im Jahr 2016 hat Papst Franziskus Maria Magdalena offiziell den Titel „Apostelin der Apostel“ verliehen und ihren Festtag am 22. Juli den

Apostelfesten gleichgestellt.

„Mir war wichtig, Maria Magdalena als Apostelin der Apostel zu würdigen und zu feiern, welch wichtige Rolle sie bei Jesus eingenommen hat“, macht Pastoralreferentin Christiane Hetterich, die zu diesem Gottesdienst für die gesamte Pfarreiengemeinschaft Maria Patronin von Franken eingeladen hatte, deutlich. So hatten im Vorfeld fünf Frauen zusammen mit Hetterich den Gottesdienst vorbereitet. Mittels eines kurzen Rollenspiels räumten sie zu Beginn auf mit den alten Mythen, dass Maria Magdalena eine große Sünderin war. „Das stimmt einfach nicht, wird aber leider bis heute so tradiert“, erklärt die Pastoralreferentin.

Die Frauen machten deutlich, dass Jesus Maria Magdalena den Auftrag gab, die Botschaft seiner Auferstehung zu verkünden, wodurch jede Frau den Verkündigungsauftrag habe. Biblisch und theologisch sei der Ausschluss der Frauen von den Weiheämtern in der katholischen Kirche nicht zu halten.

„Ich bin davon überzeugt, dass dieser Ausschluss weder dem Willen Gottes noch dem Willen Jesu Christi entspricht - sonst könnte ich nicht in der Kirche arbeiten“, machte Hetterich in der Predigt deutlich. Auch Maria Götz vom Frauenkreis Birkenfeld betonte in ihrem Teil der Predigt, dass Gott Mann und Frau gleichberechtigt geschaffen habe und es an der Zeit sei, diese Gleichheit ernst zu nehmen. Der evangelische Pfarrer Klaus Betschinske aus Billingshausen berichtete von seinen äußerst positiven Erfahrungen mit weiblichen Kolleginnen und wünschte den Frauen in der katholischen Kirche, dass sie die Gleichstellung erfahren mögen.

Die Sing- und Musikgruppe Birkenfeld unter der Leitung von Marianne Krause begleitete den Gottesdienst sehr begeisternd mit neuen geistlichen Liedern. Für einen Gänsehautmoment sorgte Annina Krause, als sie den bekannten Song Maria Magdalenas aus dem Musical Jesus Christ Superstar „I don't know how to love him“ sehr einfühlsam als Solopart darbot.

Der Gottesdienst zum Festtag Maria Magdalenas, der erstmalig stattfand, erfuhr großen Zuspruch von Frauen aus der gesamten Pfarreiengemeinschaft, aber auch aus Marktheidenfeld, Duttenbrunn, Gemünden sowie von evangelischen Frauen aus Billingshausen und zwei muslimischen Frauen. Aus Oberfranken waren eigens zwei Besucherinnen angereist. Anregende Gespräche gab es bei der anschließenden Begegnung im Hof des großen Pfarrsaals bei Gebäck und Getränken. Hierbei kamen 172,05 Euro an Spenden zusammen. Der Frauenkreis Birkenfeld erhöhte die Spende auf 300 Euro für die Sanierung des Pfarrsaalhofes.

IMG 20210724 WA0008Viel Spaß hatten die Birkenfelder Ministrant*innen bei einem „Corona konformen“ Ministrantenausflug. Die Leiterinnen Sina Müller, Jenni Felkl und Rosi Mayer hatten sich lange überlegt, was zur Zeit möglich ist und vor allem, was junge Menschen von 10 - 20 Jahren in gleicher Weise begeistern kann. Sie kamen auf eine eine wirklich zündende Idee - Stand-up Paddling in Zellingen! Nach einer fachkundigen Einweisung und dem Anlegen der Schwimmwesten konnte es losgehen. Die großen und erfahrenen Ministranten nahmen die Jüngsten mit auf ihre Boards, sodass alle gemeinsam auf dem Main unterwegs sein konnten. Sogar die Wellen eines vorbeifahrenden Frachtschiffes meisterten alle mit Bravour und hatten dabei noch viel Spaß. Beim anschließenden Picknick mit selbstgebackenen Brötchen, Muffins uns Eis waren sich alle einig, dass dies ein toller Nachmittag war, der obendrein die Gemeinschaft zwischen den „Großen“ und den „Kleinen“ sehr gestärkt hat. Lukas, einer der drei Jüngsten brachte es auf den Punkt: „Es war einfach cool.“

Christiane Hetterich, Pastoralreferentin

DSC 590413 Ministranten wurden im Rahmen der Festandacht zum Kirchenpatrozinium in Urspringen verabschiedet. „Es tut uns leid, dass Ihr den Dienst beendet, wir sind aber auch sehr dankbar, dass Ihr Euch engagiert habt“, erklärte Pfarrer Stefan Redelberger an die Minis gewandt. Als Geschenk durften sich die Jugendlichen einen Anhänger oder einen Handschmeichler mit einem Labyrinth aussuchen. „Im Gegensatz zu einem Irrgarten ist ein Labyrinth ein Weg, der immer ans Ziel führt“, betonte Redelberger und verband dies mit dem Wunsch, dass die ehemaligen Ministrantinnen und Ministranten ihren Weg gehen mögen, im Vertrauen auf Gott. Verabschiedet wurden Lukas Ehehalt (drei Jahre Dienst), Alisa Krug (vier Jahre), Levin Scheiner und Paul Ehehalt (jeweils fünf Jahre), Hanna Krug (sechs Jahre), Michaela Sittler und Simon Nätscher (jeweils sieben Jahre), Tim Krug, Luis Schneider, Jakob Kasamas, Noel Scheiner und Lorena Greß (jeweils acht Jahre) sowie Felix Vogel (neun Jahre). Auch Simone Mahler, die seitens des Pfarrgemeinderats für die Ministrantenarbeit zuständig ist, bedankte sich bei den Minis. „Ich hoffe, dass Ihr vielleicht einmal einspringt, wenn Not an Mann ist“, meinte sie mit einem Augenzwinkern.

Zuvor wurden mit Sophia Dörfler, Elija Burk und Linus Ehehalt drei Kinder in die Skapulierbruderschaft aufgenommen.

Das Foto zeigt die verabschiedeten Ministranten und die Neumitglieder der Skapulierbruderschaft (vorne) zusammen mit Pfarrer Stefan Redelberger (rechts) und den Ministranten-Betreuern.

Für die Opfer der Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ruft Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, zu Spenden auf. Dafür ist in Absprache mit den regionalen und lokalen Caritasverbänden ein bundesweit gültiges, zentrales Spendenkonto eingerichtet worden mit dem Stichwort „Fluthilfe Deutschland CY00897“. Alle eingehenden Spenden werden direkt an die lokalen Caritas-Einrichtungen und Ortsverbände, in den am schwersten betroffenen Katastrophengebieten fließen.

Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes: „Uns alle hat das noch immer schwer fassbare Ausmaß der Zerstörung erschüttert. Das Leid kam völlig unerwartet über die Menschen. Viele stehen vor dem Nichts. Es macht uns die große Solidarität und Hilfsbereitschaft aber auch Mut. Und es gibt gerade bei der Caritas viel Erfahrung zum Beispiel aus der Elbe- und Oder-Flut, die jetzt nutzbar gemacht werden kann. Als Deutscher Caritasverband unterstützen wir alle Aktivitäten vor Ort nach Kräften.“

Mehr Informationen finden Sie auch unter: https://www.caritas-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/hochwasser-caritas-international-ruft-zu-spenden-auf/

 

Stichwort „Fluthilfe Deutschland CY00897“
Caritas international, Freiburg
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL

oder online unter: www.caritas-international.de/spenden/

Die Pfarreien-Gemeinschaft "Maria - Patronin von Franken" unterstützt die Hilfsaktionen für MELIA aus Karbach: 

Spendenlauf
ab sofort bis 25.07.2021 sammeln wir Punkte für MELIA

Sponsoren spenden für jeden Kilometer

Einfach die App "Teamfit" (QR-Code auf dem Plakat) herunter. Gruppencode: K1U2WY

Melia_Karbach1.pdf

Neben dem Spendenlauf gibt es auch einen Marmeladenverkauf zu Gunsten von Melia und eine Spendenaktion. Wir sind dankbar, für jede Unterstützung. 

Kuchenverkauf_Karbach.pdf

Benefizkonzert_Karbach.pdf

Marmelade_für_Melia.pdf

Melia_DKMS_Flugblatt.pdf

Einen ganz besonderen Gottesdienst, der an der Birkenfelder Kirche begann und an der Kreuzbergkapelle endete feierten die Birkenfelder Ministrant*innen. Die drei für die Ministrantenarbeit Verantwortlichen Sina Müller, Jennifer Felkl und Rosi Mayer hatten ihn gemeinsam mit den beiden Oberministrantinnen Aileen Salomon und Christina Schebler sowie mit Pastoralreferentin Christiane Hetterich mit vielen kreativen Elementen vorbereitet. Jetzt endlich konnten die neuen Minstrant*innen auch die älteren kennen lernen und mit ihnen ins Gespräch kommen. An verschiedenen Stationen benannten die jungen Menschen, was ihnen in der Corona-Zeit gefehlt hatte und ebenso worauf sie sich jetzt besonders freuten. Zu dem Lied „Alle eure Sorgen werft auf ihn“ verbrannten sie Zettel mit ihren Sorgen in einer großen Feuerschale. Zum Abschluss schickten alle bunte Luftballons mit vielen Wünschen für die Zukunft über die Felder Birkenfelds.

Am Ende waren sich die Organisatorinnen und die Ministrant*innen einig: Es war ein sehr schöner und gelungener, einmal ganz anderer Gottesdienst, der die Gemeinschaft untereinander sehr gestärkt hat.

Christiane Hetterich, Pastoralreferentin

Zehrt Corona an Ihren Nerven?
Wächst Ihnen manchmal alles über den Kopf?
MitarbeiterInnen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Diözese Würzburg helfen Ihnen weiter! https://www.eheberatung-wuerzburg.de/

Mit welchem Anliegen kann ich mich an die Beratungsstelle wenden?

In die Beratungsstelle können Sie kommen, wenn Sie Schwierigkeiten haben...

  • mit sich selbst
  • in Ihrer Partnerschaft
  • während oder nach einer Trennung
  • im Verhältnis zu ihren Eltern oder ihrer Familie
  • im Kontakt mit anderen
  • an ihrem Arbeitsplatz oder in der Ausbildung

Wie melde ich mich in der Beratungsstelle an?

Am besten melden Sie sich telefonisch an Ihrer gewünschten Beratungsstelle an. Unsere Sekretariate in Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg stehen Ihnen dafür zur Verfügung.

Kann ich gemeinsam mit meinem Partner/ meiner Partnerin zum Beratungsgespräch kommen?

Grundsätzlich steht es jedem frei, ob Sie alleine oder mit Ihrem Partner kommen. Natürlich ist es sinnvoll zu zweit zu kommen, wenn Sie Probleme besprechen wollen, die Ihre Partnerschaft betreffen.

Kann ich bei Partnerschaftsproblemen auch alleine kommen, wenn mein Partner nicht an einer Beratung teilnehmen möchte?

Ja, es ist auch in diesem Fall sinnvoll, allein zu kommen. Die Erfahrung zeigt, dass der Partner in vielen Fällen bereit ist, zu einem späteren Zeitpunkt mit in das Gespräch einzusteigen.

Wie lange dauert eine Beratung?

Ein Einzelgespräch dauert in der Regel 50 Minuten, eine Paarberatung 90 Minuten. Die Dauer eines Beratungsprozesses und die Häufigkeit der Termine sind dabei sehr unterschiedlich und hängen von Ihrem Anliegen und Ihrer Situation ab: Manchmal reicht ein einziger Termin, manchmal erstreckt sich eine Beratung über mehrere Monate. Unser Vorgehen wird dabei immer mit Ihnen und Ihren zeitlichen Möglichkeiten abgestimmt.

Wartezeit: Wie lange muss ich auf einen Beratungstermin warten?

Die Wartezeiten sind an den einzelnen Beratungsstellen unterschiedlich (von 2 Wochen bis zu ca. 3 Monaten). Je nach Ihrer zeitlichen Flexibilität und der Anmeldesituation an der Beratungsstelle können sie manchmal auch umgehend einen Termin erhalten. Ansonsten sind wir bemüht, die Wartezeiten möglichst kurz zu halten. Die Wartezeit für eine Beratung am Vormittag oder frühen Nachmittag ist in der Regel erheblich kürzer als für einen Abendtermin.

Konfession: Muss ich als Ratsuchender katholisch sein?

Die Beratung steht jedem offen, unabhängig von Konfession, Nationalität, Weltanschauung, Familienstand oder geschlechtlicher Orientierung.

Kosten: Was kostet die Beratung?

Es ist das Anliegen der Diözese Würzburg, dass jede/r Ratsuchende eine kostenfreie Beratung in der Ehe-, Familien- und Lebensberatung erhält. Aus diesem Grund erheben wir kein Honorar. Die Kosten wurden bisher zu etwa 80 % durch Kirchensteuern und zu 20 % durch öffentliche Zuschüsse, z.B. vom Land Bayern, den Landkreisen und Kommunen, sowie durch Spenden finanziert. Aufgrund vorgenommener Kürzungen und Einsparmaßnahmen sind wir mehr denn je auf Ihre Spende angewiesen.

https://www.eheberatung-wuerzburg.de/

Bernadette und Lorenz Endrich, Gerhard Leibl, Magdalena Herteux und Theresia Siegler engagieren sich bereits seit Jahren in der Kuratie St. Cyriakus, Roden. Seniorenkreis, Kirchenputz, Kommunionhelferin und Lektorin, Mesnerteam, Vorbereitung und Gestaltung von Gottesdiensten und Festen, Kommunikation und Kontaktpflege in der Dorfgemeinschaft und Pfarreien-Gemeinschaft, Kirchenrechnung und nun auch Kirchenverwaltung - das sind nur einige Bereiche in der Kuratie, für die sich die fünf Personen verantwortlich fühlen und in denen sie tätig sind.
Da die Pfarrgemeinderatswahl in Roden im Jahr 2018 nicht stattgefunden hat, waren sie bisher ohne offizielles Mandat durch die Kirchengemeinde. Das soll nun in der Weise nachgeholt werden, dass sie sich und ihre Tätigkeiten am Samstag, 26. Juni, in der Vorabendmesse um 18.30 Uhr vorstellen. Stellvertretend für die gesamte Kuratiegemeinde wird nun die Gottesdienstgemeinde gebeten, die fünf Frauen und Männer zu bestätigen.
Pastoralreferentin Christiane Hetterich und Pfarrer Stefan Redelberger sprechen dann zur Bekräftigung einen Segen für die Mitglieder des neuen Gemeindeteams.
Herzliche Einladung an alle Mitglieder der Kuratie Roden, der Pfarreien-Gemeinschaft und an alle Interessierten!

Festgottesdienst am 19. Juni in Karbach
Anlässlich seines Patroziniums (Gedenken an den Kirchenpatron) lädt die Pfarrgemeinde St. Vitus in Karbach am Samstag, 19. Juni 2021, um 18 Uhr zum Festgottesdienst ein. Hauptzelebrant und Prediger ist Pfarrer Robert Borawski aus Veitshöchheim. Die musikalische Gestaltung liegt in den bewährten Händen von Paul Laudenbacher (Organist und Dirigent der Karbacher Dorfmusikanten).
Wer war der heilige Vitus? - Die Verehrung des heiligen Vitus ist seit Ende des 5. Jahrhunderts bezeugt. Die Reliquien wurden 836 von St.Denis in Paris nach dem Kloster Korvey an der Weser übertragen. Von dort verbreitete sich sein Kult im ganzen deutschen Sprachgebiet. Im 14. Jahrhundert kam ein Teil seiner Reliquien nach Prag, wo im 10. Jahrhundert zu seiner Ehre die erste Kapelle erbaut wurde. 1500 Veitspatrozinen gibt es in Europa. Der herrliche Veitsdom in Prag ist ein Stein gewordenes Lied auf den hl. Martyrer Veit, der im 4. Jahrhundert unter dem römischen Kaiser Diokletian sein Leben für den Glauben an Christus gab. Diesem Christus begegnen wir in der jungen Kirche, zu der Vitus gehörte, ihm begegnen wir im Leben des Vitus, im Leben der Gläubigen, die den Veitsdom erbauten. Oft wird er mit einem Hahn dargestellt. Er erinnert an die Verleugnung des Petrus. Wenn es ernst wird mit unserem Christsein, wenn es gilt Zeugnis für die Wahrheit und Liebe Gottes abzulegen, dann ist Wachsamkeit und Mut gefordert. (Info der Kath. Pfarrei St. Vitus, Südlohn)

Bildergalerie des Gottesdienstes:

 

Nach der langen und stillen Corona-Zwangspause seit vergangenem Frühjahr war ab zwei Wochen vor den Pfingstferien wieder Leben im Pfarrheim. Meistens jedoch herrschte an den Vormittagen von Montag bis Freitag konzentrierte Ruhe und ruhiges Gespräch. Nur in der Pause ging es rund und im Pfarrhof waren - trotz Masken - Kinderstimmen und Kinderlachen zu hören. Die Kinder der vierten Klasse der Grundschule Urspringen mit ihrer Lehrerin Frau Stahl waren zu Gast im großen und hellen Raum des Pfarrheimes und fühlten sich sichtlich wohl.

Durch die Corona-Inzidenzwerte hatte sich die Schule auf die Suche nach größeren Räumen begeben müssen, damit der Präsenz-Unterricht mit ausreichendem Anstand stattfinden konnte. Nach der Anfrage von Gemeinde und Schule leitete Pfarrsekretärin Kerstin Hoffmann das Nötige in die Wege. Neben der Kirchenverwaltung trat das neue Pfarrheimteam in Aktion und sorgte für eine reibungslose Abwicklung der Pfarrheim-Vergabe.

Nach nicht einmal drei Wochen ging die „Schule im Pfarrheim“ schon wieder zu Ende. Dank der gesunkenen Corona-Zahlen im Landkreis wie allgemein zogen Frau Stahl und ihre Viertklässer am 9. Juni wieder zurück ins Schulgebäude. Zum Dank für den angenehmen Aufenthalt überreichten sie an ihrem letzten Schultag im Pfarrheim Pfarrer Redelberger und Pfarrsekretärin Hoffmann ein selbst gestaltetes Bild im Stil des Malers Henri Matisse, das künftig einen Platz im Pfarrheim finden wird.

Pfarrer Redelberger lobte die Schülerinnen und Schüler für ihr vorbildliches Verhalten im erst vor kurzem renovierten Pfarrheim und wünschte ihnen gemeinsam mit Frau Stahl noch schöne und erfolgreiche Schulwochen bis zu den Sommerferien.

GS Urspringen im Pfarrheim Ur 1

In der konstituierenden Sitzung am 1. Juni 2021 konnte Pfarrer Redelberger die vier am 9. Mai gewählten Mitglieder der Kirchenverwaltung begrüßen. Auf seinen Antrag wurde als fünftes KV-Mitglied Norbert Redelbach hinzuberufen.

Pfarrer Redelberger gab den neuen KV-Mitgliedern Manuela Feistle, Winfried Hartmann, Gerhard Leibl, Bruno Lehnleidner und Norbert Redelbach anhand der „Rechtsvorschriften für Mitglieder von Kirchenverwaltungen“ einen Überblick über ihre Aufgaben und die offizielle Einführung in ihr Amt.

Anschließend wurden Winfried Hartmann zum Kirchenpfleger und Manuela Feistle zur Schriftführerin gewählt. Gerhard Leibl übt das Amt des Kirchenrechners seit einem guten Jahr und auch weiterhin aus.

Damit gibt es nach knapp zweieinhalb Jahren Vakanz wieder eine handlungsfähige Kirchenverwaltung in der Kuratie Roden. Pfarrer Redelberger sprach allen Mitgliedern seinen herzlichen Dank aus.

Vor diesen Aufgaben sieht sich die neue Kirchenverwaltung in der nächsten Zeit gestellt:

  1. Im Kirchenraum hinten rechts zeigt die Wand Schimmelbefall.
  2. Der Sandsteinbelag vor dem linken Seitenaltar ist porös.
  3. Die Sakristei muss neu gekalkt werden.


Roden, 7.6.2021 f.d.KV Pfr. St. Redelberger

Das Fronleichnamsfest in unserer Pfarreien-Gemeinschaft fand wegen Corona auch in diesem Jahr ohne feierliche Prozessionen statt. Auch wenn manche Gemeindemitglieder diese Einschränkung bedauerten, fanden viele gerade dadurch einen neuen Blick auf das Wesentliche des Fronleichnamfestes.

Pfarrer Redelberger erzählte in seiner Predigt von einem Pfarrer und dessen Missgeschick vor etlichen Jahren.

Damals hatte die Gemeinde das Fronleichnamsfest gut vorbereitet: die vier Himmelträger in ihren guten Anzügen standen bereit, eine große Schar von MinistrantInnen wussten um ihre verschiedenen Aufgaben, die Vorbeterinnen hatten ihre Textzettel und das Mikrofon in der Hand, viele Häuser an der Wegstrecke war schön geschmückt, sogar die gelb-weiße Fahne an der Kirche war hochgezogen, die Prozession setzte sich in Bewegung. Doch unterwegs entdeckte der Pfarrer plötzlich, dass er wohl die Monstranz, nicht aber die große Hostie mitgenommen hatte.

Alles hatten sie perfekt organisiert, es fehlte nichts - außer dem Wesentlichen, der Hostie, dem Leib des Herrn, dem „Fronleichnam“. Erschrocken ließ der Pfarrer die Prozession anhalten, um die Hostie aus dem Tabernakel der Kirche zu holen. Erst nachdem diese in die Monstranz eingesetzt war, setzte sich die Prozession wieder in Bewegung.

Pfarrer Redelberger deutete die Prozession ohne Hostie, die reich geschmückte Monstranz ohne das Allerheiligste als Anfrage an unseren Glauben, an unsere Gemeinden bzw. an unsere Kirche:

„Eine Prozession ohne Hostie, könnte das ein Bild sein für mein Leben, eine Anfrage an mein, an unser Christsein, eine ernsthafte Anfrage an uns als Kirche? Tragen wir das Wesentliche in uns? Haben wir das Allerheiligste für uns Christen, Jesus Christus, in unserer Kirche verinnerlicht?

Ist es der Geist Jesu, der das Klima in unserer Dörfern bestimmt? Wie gehen wir miteinander um? Wie reden wir übereinander? Ist das Allerheiligste in unseren Gemeinden zu spüren, oder achten wir zu sehr auf Äußerlichkeiten? Was ist das Heilige und die Hauptsache für uns: die prunkvolle Monstranz oder das gebrochene Brot der Eucharistie?“

In diesem Jahr hatten alle fünf Gemeinden angesichts der Pandemie kreative Gestaltungsformen des Fronleichnamsfestes gefunden:

In Ansbach und Karbach fanden die Festgottesdienste neben bzw. vor der Kirche statt. Blumenteppiche waren liebevoll in Birkenfeld vor der Kirche, in Urspringen in der Kirche vor dem Altar gelegt worden. Die Gemeinde Roden feierte das Fronleichnamsfest am Sonntag darauf.

Die Kirchenmusiker gestalteten die Gottesdienste mit Akkordeon, Orgel oder Blaskapelle. Neue Wege gab es auch bei den Liedern: Sänger und Sängerinnen sangen vor und wechselten sich bei den Liedstrophen mit dem gemeinsamen Gebet der Gemeinden ab.

In diesem Jahr war an Fronleichnam vieles anders als in den Jahren zuvor. Anzeichen der sich auflösenden volkskirchlichen Formen waren jedoch auch in den Jahren vor Corona gerade an Fronleichnam nicht mehr zu übersehen gewesen. Sicher, man kann die Umbrüche und Veränderungen bedauern und den alten Zeiten nachweinen.

Aber die große Chance gerade an Fronleichnam ist die Besinnung auf das Wesentliche. Die für die Kirche heute not-wendige Frage lautet: Tragen wir Christus nur in der Monstranz oder auch in unserem Denken und Verhalten, in unseren Gemeinden und auch in den Strukturen der Kirche?

Des synodale Weg der kath. Kirche in Deutschland mit den vier Themengebieten zeigt: Da sind noch einige Hausaufgaben zu erledigen!

  1. Aufarbeitung der Missbrauchsverbrechen in der Kirche
  2. Lebensform der Bischöfe und Priester
  3. Sexualmoral der Kirche
  4. Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche


Stefan Redelberger, Pfarrer

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